Unser sozial-ökologisches Projekt für Tübingen

Tübingen hat in vielen Bereichen die Nase vorn, ganz besonders bei der Klimapolitik und beim Bauen. Preisgekröntes Vorzeigeprojekt ist das Französische Viertel im Tübinger Süden. Dieses war ab Mitte der neunziger Jahre das größte Stadtentwicklungsprojekt Tübingens. Nachdem 1991 das französische Militär diesen Standort aufgegeben hatte, ergriff die Stadt die Chance, dringend benötigten Wohnraum zu realisieren - im Mix mit Gewerbeflächen. Denn die jahrzehntelange Trennung dieser beiden Funktionen hat eintönige, unbelebte Wohn-, aber auch Gewerbegebiete geschaffen. Im Gegensatz dazu, sollte im Tübinger Süden ein neues Modell von Stadt entstehen, das Wohnen und Arbeiten wieder verbindet. Durch eine kleinteilige Parzellierung und die Vergabe an sogenannte Baugruppen, sollte ein Quartier mit sozialer und funktionaler Vielfalt entstehen - mit einem hohen Maß an Urbanität.

Und heute? Wollen wir einen Schritt weitergehen und das Tübinger Modell so umbauen, dass es mit den heutigen Anforderungen an Stadtentwicklung mitgeht. Wir wollen gemeinwohlorientiert bauen und der Spekulation mit Boden und Wohnraum einen Riegel vorschieben - und zwar dauerhaft. Mit dem Konzept der Genossenschaft wollen wir eine sozial-ökologische Nachbarschaft auf dem Marienburger Areal entwickeln, die alle angrenzenden Gebiete bereichern und beleben kann. Es soll eine städtische Siedlung sein für ca. 500 Menschen, in der es sich besser und zugleich ressourcenschonender lebt, als in jeder anderen modernen Wohnform.