Neues Modellquartier für Tübingen

Mit unserer Neustart-Genossenschaft wollen wir im Tübinger Süden, auf dem Marienburger Areal, ein großes, gemeinwohlorientiertes Wohn- und Lebensprojekt realisieren und damit das bekannte "Tübinger Modell" weiterentwickeln. Dafür haben wir in einem ersten Schritt Ideen für einen neuen Rahmenplan ausgearbeitet und konnten mit unserem Konzept die Stadt und den Gemeinderat überzeugen. Der neue Rahmenplan zeigt nicht mehr die übliche Blockrandbebauung des Französischen Viertels, sondern lässt Raum für neuartige Architektur- und Wohnformen. Mit unserem innovativen Konzept bestehend aus drei Gebäuden haben wir uns bei der Stadt um die Voroption für das Modellquartier Marienburger Areal als Ankerakteur*in beworben. Ankerakteur*in bedeutet, dass wir neben Wohnungen, wichtige soziale Einrichtungen für die Umgebung bereitstellen und managen. Die Vergabekommission für die Voroption tagt am 15. April 2024. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Konzept den Zuschlag erhalten.

Warum reden wir von Weiterentwicklung des Tübinger Modells?

Das preisgekrönte Französische Viertel im Tübinger Süden war ab Mitte der neunziger Jahre das größte Stadtentwicklungsprojekt Tübingens. Visionär vorangetrieben durch den Stadtsanierer Andreas Feldtkeller. Nachdem 1991 das französische Militär diesen Standort aufgegeben hatte, ergriff die Stadt die Chance, dringend benötigten Wohnraum zu realisieren - im neuen Mix mit Gewerbeflächen und sozialer Infrastruktur.

Das Tübinger Modell wollte Wohnen und Arbeiten wieder verbinden. Durch eine kleinteilige Parzellierung und die Vergabe an Baugruppen sollte ein städtisches Quartier mit großer Vielfalt entstehen. Die Baugruppen mussten sich mit einem überzeugenden Konzept um die Grundstücke bewerben. Es entstand ein regelrechter Wettbewerb. Das war der Anfang der sogenannten Konzeptvergabe, die mittlerweile vielerorts angewendet wird.


Mit unserer Neustart Genossenschaft wollen wir einen Schritt weitergehen

Wir wollen neue Impulse der Stadtentwicklung umsetzen: Gemeinwohlorientiert, ökologisch und flächendsparend (suffizient) bauen. Das heißt auch, kein Privateigentum und damit keine Spekulation mit Boden und Wohnraum. Mit dem Konzept der Genossenschaft und der Neustart-Schweiz-Idee wollen wir eine bunte und inklusive Nachbarschaft auf dem Marienburger Areal realisieren, die alle angrenzenden Gebiete bereichern und beleben kann.