Unsere Genossenschaft Neustart: solidarisch leben + wohnen

Wie Ihr wahrscheinlich an anderer Stelle bereits gelesen habt, wollen wir im Tübinger Süden eine vielfältige Nachbarschaft bauen. Eine städtische Siedlung für etwa 500 Leute, in der es sich besser und zugleich ressourcenschonender lebt als in jeder anderen modernen Wohnform.

Wie geht das?

Genossenschaften sind eine solidarische und demokratische Wirtschaftsform, ihre Grundsätze sind Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. In Genossenschaften schließen sich Menschen vor Ort zusammen und wirtschaften zum gemeinsamen Nutzen. In Deutschland gibt es heute rund 8.000 eingetragene Genossenschaften. "Das Geld des Dorfes dem Dorfe", war die Grundidee ihres "Erfinders" Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

Das Besondere der Genossenschaft gegenüber anderen Rechtsformen (z.B. der GmbH): dass sie die erwirtschafteten Leistungen an ihre Mitglieder weitergibt. Gewinnstreben ist als Zweck einer Genossenschaft ausgeschlossen.

Auch die Neustart: solewo-Genossenschaft (eG) hat die drei gesetzlichen Genossenschafts-Organe: Mitgliederversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat. Die Aufsichtsräte sind Andreas Drechsler, Birgit Peter, Andreas Roth, Knut Arnold. Sie haben die Vorstände Jürgen Heuberger, Carola Kochner und Johanna Neuffer bestellt. Die Mitgliederversammlung ist das Parlament der Genossenschaft, der Vorstand führt die operativen Geschäfte, der Aufsichtsrat überwacht sie, bestimmt die Strategie mit und bestellt den Vorstand.

Die zusätzliche Beiratsstruktur soll unsere basisdemokratische Arbeitsweise in der Neustart-Initiative auch in der formaleren Genossenschaftsstruktur verankern. Wir haben uns als Initiative in Plena und AGs konsensorientiert zusammengearbeitet. Diese "Orte" sind für die konzeptionelle Entwicklung unserer jungen Solewo-Genossenschaft wichtig, deshalb sind in der Satzung als sogenannte Initiativ- und Konzeptionsbeiräte fest verankert. Alle sind eingeladen mitzumachen!

Eine Person – eine Stimme: Die Mitglieder einer Genossenschaft sind gleichberechtigt, unabhängig von der Höhe ihrer finanziellen Beteiligung. Sie sind damit demokratisch stimmberechtigt in der Mitgliederversammlung. Sie ist die höchste Instanz innerhalb der Genossenschaft. Sie wählt den Aufsichtsrat und entscheidet nicht nur über die Statuten, sondern über wichtige Geschäfte, z.B. größere Bauprojekte usw.

Unsere Satzung