Nachbarschaft bauen und leben

Die sozial und ökologisch ausgerichtete Nachbarschaft will einen enkeltauglichen Lebensstil für alle Menschen möglich machen: In ihr gestalten die Wohnenden gemeinsam ein gutes Leben und verbrauchen dabei - ohne großen Verzicht - wesentlich weniger Ressourcen.

Die individuelle Wohnfläche der angepeilten bis 350 bis 450 Menschen ist geringer als heute üblich, dafür gibt es mehr gemeinschaftlich genutzte Räume. Die Größe der Nachbarschaft erlaubt es, viele wichtige Dienstleistungen direkt vor Ort zu erbringen. Lebensmittelversorgung, Gastronomie, Kindergärten, Pflege usw. Die Bewohner*innen übernehmen Verantwortung und konkrete Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft – auf freiwilliger Basis und je nach Lebenssituation.

Toll wär´s, wenn wir die Anbindung an einen oder mehrere Bauernhöfe in der Nähe hinbekommen. Stichwort: Solidarische Landwirtschaft. Auch dort ist Mitarbeit gefragt. Der Bauernhof beachtet biologische Richtlinien und liefert der Nachbarschaft die meisten der täglich notwendigen Lebensmittel. Und unser eigenes Lebensmitteldepot stärkt die Nahversorgung.

Wie soll unsere „Nachbarschaft“ aussehen?

  • Wir wollen auf einem Teil des Marienburger Areals in ökologischer und nachhaltiger Bauweise eine Neustart-Nachbarschaft für bis zu 450 Menschen bauen.
  • Die Wohnfläche pro Person soll bei rund 30 Quadratmeter liegen - im Durchschnitt. Die genauen Werte diskutieren wir noch. Darin enthalten sind Anteile an den vielen verschiedenen Gemeinschaftseinrichtungen.
  • Jede*r kann so wohnen wir er*sie möchte - in ganz verschiedenen Wohnformen: Es soll Einzelappartements bis hin zu Familienwohnungen in verschiedenen Größen geben. Außerdem große Wohngemeinschaften und Clusterwohnungen (eine neue Wohnform, die aus unterschiedlichen Privaträumen und Gemeinschaftsräumen besteht). Hinzu kommen flexible Räume, sogenannte Joker-Zimmer, außerdem Gästezimmer und Wohnpflegeformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf.
  • Es besteht lebenslanges Wohnrecht. Bei veränderten Lebensumständen oder Lebenslagen werden besser passende Wohnungen in der Gemeinschaft vermittelt.
  • Vor allem in den Erdgeschossetagen findet sich viel Raum für soziale Infrastruktur – für die Genossenschafts-Bewohner*innen, aber auch für die Bewohner*innen der umliegenden Viertel.