Nachbarschaft bauen und leben

Die sozial und ökologisch ausgerichtete Nachbarschaft will einen enkeltauglichen Lebensstil für alle Menschen möglich machen: In ihr gestalten die Wohnenden gemeinsam ein gutes Leben und verbrauchen dabei - ohne großen Verzicht - wesentlich weniger Ressourcen.

Die individuelle Wohnfläche der angepeilten rund 500 Menschen ist geringer als heute üblich, dafür gibt es mehr kollektiv genutzte Räume. Die Größe der Nachbarschaft erlaubt es, viele wichtige Dienstleistungen direkt vor Ort zu erbringen. Lebensmittelversorgung, Gastronomiebetriebe, Kindergärten, Pflege usw. Die Bewohner*innen übernehmen Verantwortung und konkrete Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft – auf freiwilliger Basis und je nach Lebenssituation.

Ein zentrales Element ist die Anbindung an einen oder mehrere Bauernhöfe in der Nähe. Stichwort: Solidarische Landwirtschaft. Auch dort ist die Mitarbeit gefragt. Der Bauernhof beachtet biologische Richtlinien und liefert der Nachbarschaft die meisten der täglich notwendigen Lebensmittel.

 

Wie soll unsere „Nachbarschaft“ aussehen?

  • Wir wollen auf einem Teil des Marienburger Areals, in ökologischer und nachhaltiger Bauweise eine Neustart-Nachbarschaft für 500 Menschen bauen.
  • Die Wohnfläche pro Person soll im Durchschnitt bei 30 bis 40 Quadratmeter liegen - die genaue Zahl werden wir in unserem gemeinsamen Prozess noch genauer definieren. Darin enthalten sind Anteile an den vielen verschiedenen Gemeinschaftsräumen.
  • Jede*r kann so wohnen wir er*sie möchte: Es soll Einzelappartements und Familienwohnungen in verschiedenen Größen geben. Außerdem große Wohngemeinschaften und Clusterwohnungen – eine neue Wohnform, die aus unterschiedlichen Kleinstwohnungen und Gemeinschaftsräumen besteht. Hinzu kommen flexible Räume, sogenannte Joker-Zimmer, außerdem Gästezimmer und Wohnpflegeformen für Menschen mit Unterstützungsbedarf.
  • Es besteht lebenslanges Wohnrecht. Bei veränderten Lebensumständen oder Lebenslagen werden besser passende Wohnungen in der Gemeinschaft vermittelt.
  • Vor allem in den Erdgeschossetagen findet sich viel Raum für soziale Infrastruktur – für die Genossenschafts-Bewohner*innen, aber auch für die Bewohner*innen der umliegenden Viertel.