Mitgliederversammlung unterstützt entschlossene Projektentwicklung

Mit Einigkeit und tollem Neustart-Commitment den schwierigen Rahmenbedingungen begegnen

(uo) Die Ergebnisse der 4. Mitgliederversammlung unserer jungen Genossenschaft im Telegramm:

  • Alle 54 stimmberechtigten Genoss*innen sprechen dem Vorstand sowie Aufsichtsrat die volle Unterstützung aus.
  • Sowohl der Jahresabschluss 2022 als auch der Wirtschaftsplan 2023 wurden einstimmig angenommen.
  • Ebenfalls einstimmig: Wir warten den Erhalt der Voroption als Ankernutzer für das Marienburger Areal nicht ab, sondern steigen bei Bedarf schon vorher in die weitere Planung der Gebäude ein. Dafür wurde der Finanzrahmen im Wirtschaftsplan erheblich erweitert. Dabei ist uns allen klar, dass in Sachen Voroption der Gemeinderat die Entscheidungshoheit hat.
    Bild: Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Peter (alle Fotos: U. Otto)
  • Am Ende gab es einen engagierten Aufruf eines Aktiven an alle Genoss*innen, ab jetzt aktiv in die Werbung neuer Mitglieder einzusteigen, denn: „Je mehr wir sind, desto mehr können wir erreichen. Solidarische Mitgliedschaften als Antwort auf steigende Zinsen und Baukosten!“
  • Die Vorständ*innen resümieren – trotz der für alle Wohnprojekt-Neubauvorhaben katastrophalen Rahmenbedingungen: „Das Neustart-Projekt ist ambitioniert, aber immer noch möglich.“
    Bild oben: Vorständin Carola Kochner

Aus der Fülle der wichtigen MV-Themen hier nur zwei ausgewählte Punkte detaillierter.
Bei beiden geht es um kluge frühe Einstiege in langfristig wirkende Nachhaltigkeit. In ihrer Verschiedenartigkeit machen beide das große Spektrum ganz unterschiedlicher Herausforderungen deutlich, zu denen Neustart aktuell und im folgenden Jahr intensiv Entwicklungsarbeit leistet. Und beide stehen für den auch diesjährigen MV-Spirit: wir wagen es gemeinsam und solidarisch!
Bild oben: Vorständin Hanna Neuffer

Die Anlaufphase finanzieren

Alle Ausgaben aufs Nötigste reduzieren oder weiter die notwendigen Schritte angehen (Projektentwicklung, Beauftragung von Skizzen in Direkt- und/ oder Mehrfachbeauftragung) – auch da, wo sie richtig Geld kosten? Das war eine der entscheidenden Fragen der MV.
Bild: Finanzkonzept - unvermeidbar mit jeder Menge Abhängigkeiten und Unwägbarem

Als junge Genossenschaft starten wir zwangsläufig ohne schon angesammeltes Kapital bzw. Bestandsimmobilien – in ein umfangreiches und komplexes Projekt. Ja, es ist ein großer und nicht einfacher Schritt, dass wir die beträchtlichen Anlaufkosten anteilig durch Genossenschaftsanteile decken müssen.

Aber Alternativen stehen aktuell keine bereit. Wichtig für uns: eine ganz klare transparente Information darüber. Und die Einschätzung des Aufsichtsrats, dass es sich dabei um nachhaltig investiertes Geld handelt, das letztlich nicht nur die Verwirklichungschancen des Projekts voranbringt. Sondern auch dessen Wirtschaftlichkeit.
Bild oben: Vorständin Ingrid Bauz

Die Argumente stellte Aufsichtsrätin Katja Bürmann (Bild) vor:

  • so können wir ggf. die Chancen im Voroptions-Verfahren verbessern;
  • die Kostenberechnung wird genauer,
  • die Verhandlungsgrundlage für die Banken sind verbessert.
  • Und es ist wichtig als Grundlage für die Öffentlichkeitsarbeit und Werbung neuer Genoss*innen und Anteile.
  • Über die Voruntersuchungen stellen wir Umsetzungsvarianten des inhaltlichen Konzepts dar und gewinnen Erkenntnisse für die weitere Planung – alles Grundlagen für die Schaffung des Baurechts, für einen weiteren flüssigen Verlauf – und damit auch zu Kosteneinsparungen.

Und damit diese Investition von möglichst vielen Schultern getragen wird, ist das ganz oben genannte Plädoyer eines Aktiven so wichtig: gemeinsam viele neue solidarische Mitglieder zu werben.
(Bild: Wilfried Braig, der die MV souverän moderierte)

Eine gute Konfliktkultur entwickeln

Am Finanzthema lässt sich ein weiterer wichtiger MV-Inhalt verdeutlichen Denn die Verantwortung für Entscheidungen mit großer Tragweite, die dazu nötigen kontroversen Diskussionen – oft auch unter Ungewissheitsbedingung –, all dies kann unweigerlich zu Spannungen, Meinungsverschiedenheiten, manchmal auch manifesten Konflikten führen.

Barbara Stauber und Marc Michaelsen (beide sind im Aufsichtsrat) haben hierzu eine Initiative in Arbeit – wichtiger TOP auf der MV: Wie können wir hier als Non-Profit-Organisation stärker werden? Wie können wir mit Konflikten umgehen – aber eben möglichst nicht erst, wenn sie sich verhärtet haben? Sorgfältig. Ohne Diskriminierung und Integritätsverletzungen. Das auf der MV skizzierte mehrstufiges Modell wollen sie mit dem Aufsichtsrat nun entwickeln.

  • Sicher - ganz am Schluss geht es dabei auch um eine Ombudsstelle für schon zugespitzte Fälle von Diskriminierung oder Integritätsverletzung.
  • Aber deutlich früher sollte eine viel niedrigschwelligere Konfliktbearbeitung einsetzen, um wieder in lösungsorientierte Kommunikation zu kommen.
  • Generell aber (und möglichst weit vor einer Konfliktbearbeitung) ist eine gute Konfliktkultur wichtig – diese gemeinsam zu entwickeln steht als Prozess ohnehin an.

Es stehen also für den Herbst Leitlinien und ein Ausarbeiten der Ideen zur Konfliktkultur an, sowie die Konzipierung einer Ombudsstelle als „Brandschutztreppe“, u.a. in Kooperation mit adis e.V.
Bild: Murmelgruppen auf der MV

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