Resonanzraum "Wohnungsmix und soziale Infrastruktur"

Wieder einen Schritt weiter: ResonanzRaum zu Wohnungsmix und sozialer Infrastruktur unserer Neustart Genossenschaft.

Am Sonntag 7. April 2024 haben wir uns wieder mal im Foyer der Schule am Hechinger Eck versammelt, um gemeinsam über die konkretere Gestaltung unsere Wohngenossenschaft auf dem Marienburger Areal (Maribu) in der Tübinger Südstadt zu sprechen. Damit wollen wir einen weiteren Grundstein legen für eine detailliertere Beschreibung unserer drei Genossenschaftsgebäude.

Warum jetzt? Wir haben uns bei der Stadt Tübingen mit unserem Konzept um die Voroption als Ankernutzerin auf Maribu beworben. Die Vergabekommission tagt am 15. April. Und da wir – wie immer - optimistisch sind, rechnen wir stark mit dem Zuschlag.

Mit dieser Sicherheit im Rucksack wollen wir dann in den nächsten Planungsschritt einsteigen. Das ist ein kooperatives Werkstattverfahren zu dem verschiedene passende Architekturbüros eingeladen werden. Doch bis es soweit ist und wir damit beginnen können, brauchen wir ein gemeinsames Verständnis, was wir gerne auf Maribu realisieren wollen. Welche Wohnungstypen, und wie viele davon, welche Gemeinschaftsräume, wo und wie groß?

 

Dieses gemeinsame Verständnis haben wir uns am 7.4. erarbeitet bzw. hergeholt. Denn vieles ist ja bereits vorhanden und in früheren Workshops der AG Bauen und AG Soziale Infrastruktur besprochen und auch festgelegt worden. Diese über die Jahre versprenkelten „Entscheidungen“ wollten wir nun zusammenfassen. Verdichtet in einem sogenannten ResonanzRaum. Soll heißen, bereits Festgelegtes wird nochmals in klaren Formulierungen vorgestellt, gemeinsam besprochen, bekräftigt, ergänzt.

 

Auf dem Programm standen viele Punkte:
Die Einrichtungen der Sozialen Infrastruktur (also die Teile von Neustart-Maribu, die öffentlich oder halböffentlich sind) wie Cafeteria, Multi-Saal, Stadtteilgesundheitszentrum, etc.
Gemeinschaftsflächen und Räume für die Bewohner*innen wie Lager und Abstellflächen, Waschküchen, Gästezimmer, Allerleihstation, Home-Office-Arbeitsplätze und Dachgarten etc.
Sogenannte Aneignungsräume (das sind Räume, die noch nicht definiert sind, sondern die die späteren Bewohner*innen mit Leben füllen).  Wie sollen die verteilt sein, wie groß und wie sollen sie ausgestattet sein?
Wohnungsmix und Wohnungsgrößen - wollen wir hier einen Schwerpunkt setzen? Besonders viele experimentelle Wohnformen ermöglichen oder einen guten, gleichmäßigen Mix von allen Wohnungstypologien über die drei Gebäude verteilt?
Wie groß soll die Wohnfläche im Durchschnitt pro Person sein?
Wie halten wir es mit der sozialen Gewichtung und mit der Barrierefreiheit?

 

Ganz schön viel. Damit es trotz der Fülle zu einem lebendigen Austausch kommt, hat sich das Moderator*innen-Team wieder jede Menge einfallen lassen: Von Nachbar*innen- bis Stockwerks-Gesprächen, Wünsche-Flieger, eine Fishbowl-Diskussion bei der beispielhaft die Blickwinkel der Stadt Tübingen, der Finanzexpertin, einer Genossin mit Wohnwunsch und einem Vertreter der Neustart Schweiz-Idee eingebracht wurden, mit freien Stühlen für Personen, die weitere Positionen einbringen wollten.

Die Ergebnisse unseres lebendigen Austauschs werden in nächster Zeit ins Neustart Projekthandbuch, in den Ausschreibungstext für den Architektur-Wettbewerb und auch in die Inhalte unserer Website einfließen.

Wichtig: Das Festgelegte ist nicht in Stein gemeißelt, es ist eine Orientierung für die Planungsbüros, die wir beauftragen werden. Es soll ihre Kreativität anregen und gute Neustart-Entwürfe entstehen lassen. Wir (und Ihr, wenn Ihr wollt!) werden weiterhin Teil des Prozesses sein. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte!

Doch zunächst sind wir voller positiver Erwartung auf die Entscheidung zu Voroption.
Denn wir wollen weiter fliegen!

 

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